Mittwoch, 29. Februar 2012

Bayerische Bouldermeisterschaft 2012 - Climb Free



Das Messe-Gelände, die Boulderwände, die Bouldermatten, orangene T-shirts, coole Boulder, ... Fast sah es so aus, als würde der Deutsche Bouldercup vom Januar an diesem Wochenende wiederholt werden, so viele Ähnlichkeiten gab es.
Doch etwas war anders: die Startergruppe. Diesmal waren es altbekannte, aber auch neue Gesichter aus ganz Bayern. Es war der Tag der Bayerischen Bouldermeisterschaft 2012.


Die Highlights vom Wochenende


4. CLIMBFREE & Bayerische Bouldermeisterschaften 2012 - Highlights from davmuctv on Vimeo.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Ispo - Deutscher Bouldercup 2012


Die Messe München war, wie schon seit vielen Jahren, auch letztes Wochenende wieder Austragungsort eines der Highlights im Klettersport: Der erste Deutsche Bouldercup in der Saison 2012.

Die Vorbereitung (was ich alles vor einem Wettkampf brauche)
Nudeln! Was würde ich an dem Tag vor dem Wettkampf nur ohne Nudeln machen?
Viel Schlaf! Das klappt wohl doch nur in der Theorie...
Motivation! Die kommt von ganz allein :)

Die Qualifikationsrunde
Samstag ging es früh los. Der Wecker klingelte, die Schlummertaste gedrückt, der Wecker klingelte wieder und los ging der Tag ... natürlich mit Nutella!

Die Registration begann pünktlich, es wurden die neuen Starter T-shirts verteilt. "Halt! Das konnte doch nicht tatsächlich das neue T-Shirt sein!" Ausgeteilt wurde ein orangenfarbiges Etwas, die kleinste Größe so groß, dass die meisten Teilnehmer (ja, auch die Jungs!) darin verschwanden.
Nun gut, ändern ließ sich an der Kartoffelsack-Kleidung nichts mehr. Und so marschierte eine orangene Masse auf die Bouldermatten und los ging es!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Rock Town

Wir waren da und mit uns noch viele viele andere begeisterte Kletterer.
Katrin und Luke haben in Kaiserslautern eine neue Boulderhalle gezaubert. Sie strahlt in den kräftigen Farben blau, grün und weiß...
 Zur Eröffnung gab es einen kleinen Spaßwettkampf, in der Quali wurden so viele Boulder wie möglich geklettert, in allen nur erdenklichen Schwierigkeitsgraden. Und die Boulder waren echt top geschraubt! So stand einem spaßigen Tag eigentlich nichts im Wege... eigentlich ... denn es waren soo viele Teilnehmer und Schaulustige gekommen, dass ein unbeschwertes Bouldern gar nicht möglich war. An jeden Boulder durfte man anstehen und dann beim klettern immer im Hinterkopf behalten, dass ständig andere Boulderer unter einem durchliefen, wenn man fiel landete man zu garantiert auf einem anderen Teilnehmer... So wurde  zwar gebouldert, aber nicht gefallen ;)

Eines war auf jeden Fall ersichtlich: Der Ansturm auf die neue Boulderhalle war gigantisch!

Samstag, 26. November 2011

Quantum, der Kletterschuh von Five Ten

In Albarracín testete ich zum ersten mal die neuen lilanen Kletterschuhe von Five Ten: Quantum.

Das aller erste, das mit auffiel, war die Leichtigkeit. Der Schuh ist im Vergleich zu anderen Kletterschuhen wahnsinnig leicht. Das merkt man auch beim Klettern, bzw. man merkt den Kletterschuh eben fast gar nicht. Und das ist auch gut so, denn es kommt ja bekanntlich auf jedes Gramm an!

Der Mix aus Anasazi und Dragon macht ihn zu einem Top Kletterschuh. Die Ferse, ähnlich wie beim Anasazi, schmiegt sich perfekt an den Fuß an. Die Spitze des Schuhes ist dem Dragon nachempfunden. Damit ist das Stehen und Toehooken auch auf schlechten Tritten möglich.
Aufgrund der schmalen Passform ist der Schuh nicht unbedingt für breite Füße geeignet.

Dank der Schnürung kann der Schuh sehr weit geöffnet werden und das Einsteigen wird erleichtert. Andererseits kann der Schuh sehr beliebig fest geschnürt werden, wodurch sich der Schuh an den Fuß anpasst.
Durch die perfekte Anpassung, fühlt sich der Schuh wie eine zweite Haut an. Die beste Voraussetzung für einen wirklich guten Kletterschuh!

Die Sohle sowie die Verarbeitung wie auch die Qualität des Schuhs entsprechen dem hohen Standard von Five Ten.

Fazit: Neben dem Dragon ist der Quantum einer der besten Kletterschuhe, die ich je geklettert bin!

Donnerstag, 24. November 2011

Albarracín - Teil 5


So, nun folgt der letzte Teil des Berichts von Albarracín. 
Das Wetter wollte es einfach nicht gut mit uns. In der letzten Woche wurde es noch mal richtig kalt, um die Null Grad, dazu Nebel und Regen im Wechsel.

Wir ließen uns aber nicht entmutigen, jeden Morgen stapften wir wieder in den Wald, suchten trockene Plätzchen und boulderten so viel nur ging. Viel ging leider nicht, aber dafür fanden wir ein paar richtig gute Linien, super Bewegungen.


So zum Beispiel in Psicokiller: In dem überwältigendem Dach konnte ich Vivo en el presente (7a+) flashen. Reiner Nervenkitzel! Das Dach ist auf guten drei Metern Höhe, die Züge dynamisch, fallen will man da nicht!
Der nächste Boulder nannte sich Thieves (7b+). Ebenfalls ein Dach, nicht so hoch, aber dafür mit etwas schlechterem Absprunggelände. Zusammen mit den Engländern und Amis suchte ich nach einer Lösung für den Boulder, eigentlich gab es auch nur zwei wirklich schwere Züge: Ein weiter Zug an die Dachkante (fast schon Sprung) und dann noch das Auflösen der überstreckten Position. Mit der super Beta von einem der Engländer (ein Doppeltoehook) ging der Boulder dann plötzlich ganz leicht.


La Fuente. Voll von gut aussehenden Boulder. Aber auch echt schwer, fast alle Boulderprobleme sind hier technisch sehr anspruchsvoll.
Zum Aufwärmen machte ich Joya, ein 7a+ Mantle.
Es folgte dann eine weitere 7a+, el plus del autobus. Wieder Dachkletterei mit Ausstiegsplatte und Ausstiegsmantle. Ein sehr abwechslungsreicher Boulder und nach einem Grifausbruch wohl auch etwas anspruchsvoller.
Zum Abschluss kletterte ich in diesem Gebiet noch Doctor Zoiberg (7b). Schön zum Anschauen, zum Klettern braucht es aber einiges an Überwindung, denn die Züge sind nicht so schön wie sie aussehen
:)


Sonntagabend wollten wir in den Genuss von echter Spanischer Küche kommen, sprich wir gingen Essen. Zumindest wollten wir das. In der Touristeninformation sagte man uns, dass heute nur die Restaurants geöffnet haben die um 21.00 Uhr die Türen öffnen. Na super! Also warten wir geduldig in einer Bar und blättern durch spanische Kletterzeitschriften.
Genau ein Restaurant in der ganzen Stadt hatte offen. Aber besser als keines (dachten wir da noch)! Von der spanischen Karte verstanden wir so gut wie kein Wort, also bestellten wir einfach mal auf gut Glück! Und was bekamen wir serviert? Salat und Gemüse aus dem Glas, Fisch und Tintenfisch aus der Fritöse, Beilage gab es nicht! Das einzig Gute an dem Abend war die Flasche Rotwein…

Daraus folgte dann ein Ruhetag, wir besichtigten die Mauer von Albarracín. Gewaltig! Man konnte sogar darauf herum gehen.

Dienstag war Peter-Tag, aber erst mal Aufwärmen. 2a, 3a, 3b, 4a (wie kann man in dem Grad nur so genaue Unterscheidungen machen?). Auf jeden Fall war dem Peter danach warm.
Eigentlich sollten heute die Projekte fallen, aber ein Dach zog uns magisch an. Wir konnten nicht anders, Peter musste diesen Boulder einfach probieren! Die Schwierigkeit war auf 6a+ angesetzt.
Ein Zug hier probiert, eine Bewegung dort probiert. Schnell war klar, dieser Boulder war wie gemacht für ihn: er konnte seine gesamte Größe ausspielen. Doch es kam alles anders. Der erste Cut in seinem Finger, schmerzhaft. Und es blieb nicht bei diesem Einen. Irgendwann floss so viel Blut, dass auch tonnenweise Tape nicht mehr half. Für diesen Tag hatte er genug!




Der Mittwoch war schon unser letzter richtiger Bouldertag. Wir zogen mit den Engländern Chris und Adam von Boulder zu Boulder, 8a, 8a, 7c, 7c, 8a,… viel wurde ausprobiert, viel wurde angeschaut, aber letztlich musste ich einsehen, dass es wohl in Albarracín kaum eine 7c oder 8a ohne Längenzug gibt. Und hier heißt Längenzug wirklich Längenzug!
Ein kleines Trostpflasterchen gab es dann aber doch noch, ich konnte in Psicokiller den Boulder Aprieto (7a+) klettern.

Abreisetag. Am Abend ging es wieder Richtung Heimat. Durch Spanien, über die Pyrenäen nach Frankreich, über unendlich viele Kreisverkehre in die Schweiz und dann, endlich, wieder nach Deutschland. Die warme Dusche wartete schon…