Donnerstag, 18. Juli 2013

Es geht um die deutsche Meisterschaft ... DBC Friedrichshafen

Es war noch alles offen als ich nach Friedrichshafen zum letzten deutschen Bouldercup dieses Jahr fuhr. Es ging um die deutsche Meisterschaft und zum ersten Mal hatte ich zumindest ein Fünkchen Hoffnung auf den Sieg: Zwischen Julia Winter und mir lagen nur ein paar Punkte Unterschied. Das hieß also wer von uns beiden jetzt besser ist gewinnt den Deutschen Meisterschaftstitel.



Der Bouldercup fand auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen statt. Mitten unter dem Glasdach beim Eingang. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie mega heiß das an einem sonnigen Sommertag werden kann...
Schon während der Quali wurde das Klettern von diesen unmenschlichen Temperaturen erschwert, dabei waren da die Boulder noch recht einfach. Zusammen mit 6 anderen schaffte ich eine fehlerfreie Runde (d.h. 4 Boulder in 4 Versuchen). Das die Routenbauer sich hier ein wenig in der Schwierigkeit verschätzt hatten war deutlich zu sehen: mit 4 Bouldern in 7 Versuchen erreichte man das Halbfinale nicht mehr. Das ist bitter!




Weiter ging es mit dem Halbfinale: Die Boulder wurden definitiv schwerer, das merkte ich deutlich. Aber die Boulder wurden auch schöner! Es machte viel Spaß die Boulder zu klettern, wenn ich auch ein paar Versuche mehr brauchte, um alle zu schaffen. Nach dem Halbfinale führte Jule mit einem Versuch weniger als ich: es schien wirklich spannend zu werden im Finale!

Nach der Besichtigung der Finalboulder war ich erst mal ein wenig enttäuscht! Nur zwei der vier Boulder sahen wirklich gut aus, die anderen beiden ... naja ... ich ließ mich überraschen.
Ich startete als vorletzte. So bekam ich sehr gut mit, wie die Starterinnen vor mir fast alle die ersten beiden Boulder schafften. Und ich musste jedes Mal nachziehen, ganz schön stressig. Beim dritten Boulder hatte ich dann Glück: das war absolut genau mein Ding. Ich schaffte einen dritten Flash und das hieß, dass der Tagessieg auf jeden Fall schon mal mir gehörte.
Für den vierten Boulder war dann ganz und gar die Spannung raus, ich hatte ja schon gewonnen. So war es fast klar, dass der erste Versuch gleich mal daneben ging: der Fuß rutschte schon am Start ab. Im zweiten ging es dann wie von allein und ich hing am Top bevor ich überhaupt darüber nachdenken konnte.
Erleichterung breitete ich über meinen ganzen Körper aus: mir wurde nun so langsam bewusst, was dieser Sieg für mich bedeutete: Ich bin deutsche Meisterin.
Den restlichen Abend verbrachte ich mit einem riesen Grinsen auf dem Gesicht... ich war einfach so happy! 


Das gesamte Ergebnis gibt es unter digitalrock.
Fotos von DAV/Marco Kost

1 Kommentar:

  1. Glückwunsch zur deutschen Meisterschaft, Moni! Tolles Finale und schöner Bericht.

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