Sonntag, 20. November 2011

Albarracín - Teil 4


Hola,


viel viel Sonnenschein und kühle Temperaturen, das perfekte Wetter zum Bouldern! Und wir waren den ganzen Tag in Arrastradero, ein weiteres, absolut geiles Gebiet in Albarracìn. 

Wir machten uns an einem 30 Meter langen Block mit kleinem Dach warm. Bei mir wurde es nur eine 5c El reloj solar, ein Boulder wo man aus einem Untergriff einen weiten Zug an einen Henkel macht und dann, typisch Albarracìn, Manteln muss. Danach zwickte mein Oberarm, folgich den Rest des Tages no escelada.




Moni flahste mal kurz Crazy Start 7a, L’empotrament del lament 7a und El Calorazo 7a+ zum warm werden!!! Drei wunderschöne Linien an einem sonnigen Block. Ein definitives Muss in Arrastradero. Danach pilgerten wir zu einem Boulder im Dach, Línea en zigzag 7a, das sagt wohl alles über den Boulder… Moni schaut sich den Boulder kurz an und da war er auch schon wieder geflasht. Ziemlich starker Start für die „kleine Moni“. Als nächstes suchten wir einen Boulder namens Innachakra 7c. Der Führer half mal wieder nicht wirklich weiter „einfach dem breiten Weg folgen…“, aber es sind eigentlich alles nur schmale Pfade. Naja. Nach etwas suchen und einmal verlaufen kamen wir langsam auf den richtigen Weg. Alles war total verblockt, hatte irgendwie Ähnlichkeiten mit Magic Wood, dachten wir beide. Und dann standen wir vor diesen HAMMMER Block mit einer genialen Linie: Innachakra. Pads hingelegt, Start probiert, Topout probiert und dann gleichmal beim ersten Go fertig. Irgendwie ging das alles ganz schön schnell, mal kurz 5 Minuten gebraucht. Moni konnte es selbst kaum glauben, als sie schon ob auf den Block saß. Ich konnte nur ein ewig breites Grinsen bei ihr erkennen. Der ganze Boulder schaute bei ihr so leicht und flüssig aus! Leider war der Tag dann schon wieder vorbei und wir machten uns auf dem Weg zum Camp. 


 Am Freitag besuchten wir die Bienenstöcke in Colmenas, angeblich soll es ein kleines aber feines Gebiet sein. Als wir bei den Bienenstöcken waren half uns der Führer schon wieder nicht weiter, also einfach nach großen Blöcken suchen. Wir fanden sie auch und sie sahen gar nicht so übel aus. Moni machte sich gleich auf in Jalea real 7b, Griffe anschauen, Tritte suchen und das alles Aneinanderreihen. Der erste Go scheiterte kurz vor dem Topout, im zweiten hatte sie einen besseren Rhythmus und schon war das Ding erledigt. Auf zum nächsten, Jppi Yeah. Bei Néctar 7b+ dauerte das ganze schon etwas länger. Moni gab dem Boulder so einige Namen, die ich hier in diesem Blog nicht erwähnen möchte! Dazu kamen noch die ganzen Bienen die rumschwirrten. Als dann endlich alles gegessen war, waren wir beide ganz schön froh. Danach probierten wir noch ein paar Sachen aber nichts Ernstes und schon waren wir wieder im Camp.

Dienstag, 8. November 2011

Albarracín - Teil 3

Auf Regen folgt Sonnenschein

Am Sonntag fing der Tag eigentlich ganz gut an: Alles halbwegs trocken, nach einer sehr windigen Nacht im Zelt (aber es hat standgehalten). So ging es am Mittag wieder ins Dächerland (Techos), diesmal zu keinem großen Dach, sondern eher zu plattiger Kletterei. Nach dem Aufwärmen hat ich gleich Amor (7a) flashen können, eigentlich war nur der Start und der Schluss interessant, dazwischen ewiges traversieren an henkeligen Henkeln. 


 
Peter hatte das Ende dieser 7a probiert, ein 6c-Problem. Für ihn war die Hook-Variante, trotz seiner teils erheblichen Verkürzungen in der Bein- und Hüftzone :), eine gute Lösung. Er stellte sich erstaunlich gut an und schaffte damit fast seine erste 6c, aber leider eben nur fast… (wir haben ja noch zwei Wochen!)
Das weitere Bouldern wurde von einem weiteren Regenschauer, der bis in die tiefe Nacht einhielt, unterbrochen. 

Laut Wettervorhersage sollte der Montag schon besser werden. Es war zumindest kein Regen mehr vorhergesagt worden. 

Pustekuchen!

Wir wachten auf und was hörten wir auf unser Zeltdach hämmern? – Den Regen…
Ein weiterer Ruhetag… 


Und endlich… SONNENSCHEIN !!!
Wir konnten es fast nicht glauben, aber da gab es heute Morgen tatsächlich blauen Himmel und Sonnenschein, fast sommerliche Temperaturen.

Mit neuer Motivation ging es dann ein weiteres Mal nach Techos (nachdem wir uns kurz das Gebiet Psicokiller angeschaut hatten und feststellen mussten, dass da alles noch nass war). Ich wollte gleich nochmal Total Eclipse (7b) probieren. Das letzte Mal hatten sich die Züge schon ganz machbar angefühlt, lediglich der Ausstieg war wegen des Wetters nicht möglich gewesen. Heute war alles perfekt. Ich checkte kurz den Ausstieg aus, dann war eigentlich der Anfang dran mit Ausbouldern. Es lief allerdings gleich so gut, dass ich den gesamten Boulder durchgestiegen bin. Total Eclipse, abgehakt!
 


Nun war Peter an der Reihe, er versuchte nochmals die Züge von Eclipse (7a). Diesmal sah das Ganze schon viel viel besser aus…











Nach diesem schönen Tag sind wir nun endlich mal wieder richtig platt und freuen uns auf die nächsten Tage, die ebenfalls sonnig werden sollen!

Samstag, 5. November 2011

Albarracín - Teil 2

Der Regen

Am Mittwoch gab es die ersten Regentröpfchen. Zuerst dachten wir uns nichts Böses dabei, ein bisschen Regen darf selbst in Spanien mal fallen. Aber später hörten wir von anderen Boulderern, dass es wohl die nächsten vier Tage regnen soll. Das fanden wir dann nicht mehr ganz so gut :)


Dennoch machten wir uns in einer Regenpause auf zu einem trockenem Boulder im Gebiet Techo Don Pepo. Ich versuchte den Boulder Techo Don Pepo derecha, Schwierigkeit 7a. Nachdem ich die Lösung von einer Polin gesehen hatte, traute ich mich auch in den Boulder, trotz der eisigen Kälte. Kalte Zehen, kalte Finger… Flash! Super schöne Züge durch ein Dach, dann noch ein Mantle und geschafft!
Das war’s aber auch schon für den Tag.

TECHOS !!!
Das bisher beste Gebiet (was aber eigentlich nicht viel aussagt, da wir ja noch kaum andere Gebiete gesehen haben. Und angeblich sollen viele der anderen Gebiete mindestens genauso gut sein…) Ein Dach neben dem anderen. Richtig gute Linien. Wir konnten uns gar nicht wirklich entscheiden, bei welchem Boulder wir beginnen wollen.
Letztlich entschieden wir uns für eine Platte unter einem gewaltigen Dach zum Aufwärmen. Peter konnte einen wunderschönen 5a Boulder klettern, indem er seine volle Größe ausnutzte und einfach gesprungen ist. Ich musste für diesen Zug eine wesentlich mühsamere Variante suchen: Manteln auf einem kleinem Vorsprung. Dann machte Peter noch eine ewig lange Traverse, am Ende war er ganz schön platt ;)
Weiter ging es dann, unter Begleitung neuer Regentropfen, zu einem Dach! Eclipse, 7a+. Dort trafen wir einen Österreicher, der mir eine perfekte Lösung zeigte und so konnte ich auch diesen Boulder im ersten Versuch klettern. Wahnsinns Züge.



Danach ging es zu Total Eclipse. Ein 6 Meter langes Dach, keinen Meter vom Boden entfernt. Klingt anfangs vielleicht etwas abschreckend, aber der Boulder lohnt sich wirklich! Leider konnte ich den Boulder an dem Tag nicht mehr klettern, da der Ausstieg absolut nass war…


Heute wurde das Wetter noch schlimmer. Eiskalt, 5° Celsius, Regen und Wind. Einfach richtig ungemütlich! Ein perfekter Ruhetag. Ein bisschen Kultur mit Sightseeing in der Stadt Albarracín. Immerhin Weltkulturerbe.
Den Rest des Tages verbringen wir in dem Gemeinschaftsraum des Campingplatz bei Kaminfeuer und Internet… 

Freitag, 4. November 2011

Albarracín - Teil 1

Die Ankunft...


Ein Traum geht in Erfüllung… der Traum nach Albarracín zu fahren, um die angeblich schönsten Sandsteinboulder Europas zu sehen.

Samstagmittag ging es mit dem voll bepackten Auto los, einmal quer durch die Schweiz nach Frankreich, dann nach Spanien. 2 Tage hat die Fahrt gedauert, geschlafen haben wir auf Autobahnrastplätze, mehr oder weniger beruhigt zwischen all den LKW-Fahrern.

Einen Zwischenstopp legten wir in Avignon ein. Mir wurde gesagt, es sei eine schöne Stadt, und daher ließen wir uns die Abwechslung vom Autofahren gerne gefallen. Avignon hat uns dann auch nicht enttäuscht. Eine typische, französische Altstadt. Dazu Baguette, Camembert und Oliven!



Montagmittag kamen wir dann endlich auf die Straße, die nach Albarracín führt und wir wurden fast ein wenig nervös. Wir waren angekommen.
Ein wenig verloren in neuer Umgebung sind wir erst mal in die Touristeninformation gegangen. Viel geholfen hat es nicht, aber langsam nahmen wir wahr, dass wir tatsächlich, nach der langen Reise, angekommen waren.
Es war noch früh, als wir auf dem Campingplatz unser Zelt aufgebaut hatten. Also nichts wie los und endlich BOULDERN!!!



Das Gebiet Cabrerizo sollte für den Anfang reichen. Nah am Parkplatz, leicht zu finden, einfache Boulder.
Auch am zweiten Tag wollten wir uns erst mal noch ein bisschen an den Fels gewöhnen und entschieden uns für ein weiteres, eher  leichtes Gebiet: Parking. Wie der Name schon sagt, nicht weit vom Parkplatz entfernt. Peter hatte anfangs noch ein paar schmerzhafte Probleme mit seinen neuen Kletterschuhen, mit der Zeit wurde es aber auch bei ihm immer besser. Gebouldert wurden viele leichte, aber wirklich schöne und typische Boulder für Albarracín.

Mal schauen was die nächsten Tage noch bringen...

Freitag, 28. Oktober 2011

auf geht's ...

... nach Spanien.

Montag, 17. Oktober 2011

Marmot-Shop Eröffnung in Nürnberg

Am ersten Oktober war in Nürnberg die Eröffnung des neuen und ersten Marmot-Shops (in Europa). Marmot hat sich für den Laden ein super Plätzchen in der Innenstadt ausgesucht, absolut zentral! Daher war es auch nicht verwunderlich, dass wahnsinnig viele Menschen am Tag der Eröffnung auf den Shop aufmerksam wurden.

Zur Unterhaltung der Kinder war extra ein mobiler Kletterturm aufgebaut. Doch nicht nur Kinder nutzten diese Möglichkeit, auch viele Große Menschen wollten das Klettern mal ausprobieren... und waren begeistert. :) Als Belohnung gab es noch für jedes Kind ein plüschweiches Murmelkuscheltier.
 Nebenan war eine Luftballonfigurenmacherin fleißig. Sie begeisterte Klein und Groß durch Vielfalt und Fantasie: Da gab es Rennautos, Schmetterlinge, Hunde, Schwerter, einfach alles, was man sich nur so vorstellen kann!


Noch dazu gab es Vorträge von Stefan Glowacs und ein rießiges Buffet mit niemals endendem Nachschub an Schokomuffins :)

Ich würde sagen: eine gelungene Eröffnung!



Dienstag, 11. Oktober 2011

In der Schweiz

Unser ersten Ziel war der Sustenpass. Eigentlich, denn das Wetter spielte nicht mit: Wegen zuviel Schnee war der Sustenpass gesperrt. Also ging es weiter ins Tessin, Chironico. Hier lag kein Schnee, aber dafür war alles feucht und es tröpfelte munter vor sich hin. Dennoch fanden wir schon am ersten Tag ein paar Boulder, die trocken waren. Auch den zweiten Tag verbrachten wir in Chironico. Inzwischen hatte die Sonne uns wieder gefunden und die Temperaturen stiegen auf ein angenehmes und sommerliches Warm. Der erste 7c Boulder wurde geklettert: Senza Denti, ein schöner Boulder, bei dem man gut Hooken und Blockieren können muss!

Schnee :)
Genug erstmal von Chironico. Am Abend ging es weiter auf den Gotthardpass. Eine wunderbare Landschaft erwartete mich. Es lag noch überall um uns herum Schnee. Das Beste aber war ein wunderbarer Sternenhimmel in der Nacht!
Nach einem Vormittag auf dem Gottard ging es am Nachmittag zu unserem eigentlichem ersten Ziel: dem Sustenpass. Inzwischen war der Pass wieder befahrbar, der Schnee nur noch auf den Spitzen der Berge. Auch hier ist die Landschaft einfach nur überwältigend, dafür fand ich persönlich das Gebiet nicht soo überzeugend. Nette Felsen, mehr aber auch nicht.

Also wieder zurück nach Chironico; zu einem interessanten Boulder: Doctor Med Dent. Untergriffe, weite Züge, hoher Ausstieg, eigentlich so gar nicht mein Boulder, aber irgendwie fand ich die Kombination echt gut, ein guter Boulder! An dem Tag konnte ich noch ein Projekt klettern, dass ich mir bereits im Frühjahr mal angesehen hatte: Pappa Razzi. Komische Bewegungen, aber diesmal klappte es.

Sündenfall 7b
Und wieder ging es weiter, weiter nach Brione. Bisher hatte ich nur davon gehört...
Zu allererst, noch vor dem Bouldern, ging es in den Fluss zum Baden. Das herrlich klare Wasser lud einen förmlich dazu ein, einfach in den Fluss zu springen. Kalt war es aber trotzdem :)
Wir blieben eineinhalb Tage in Brione, probierten viele schöne Boulder, schafften ein paar davon, und fuhren dann weiter ins altbekannte Avers.

Im Magic Wood zeigte mir der Peter erst mal zwei neue Boulder, die ich noch nicht kannte: eine relativ leichte Traverse, aber wahnsinnig lang für eine überzeugte Boulderin: La Boume de Luxe 7b. Der zweite war eigentlich von der Bewertung einfacher (7a, den Namen hab ich schon wieder vergessen), lag mir aber überhaupt nicht. Weite Züge, schnappen, damit konnte ich nur wenig anfangen.
Also ging es weiter, zu Verbotene Frucht. Ein 7a Boulder, der mir bisher immer unmöglich erschien. Am Abend zuvor hatten wir in einem der Bouldervideos gesehen, dass es doch gehen muss. Der Film brachte zwar keine neue Lösung, aber doch immerhin neue Motivation. Und letztlich merkten wir, dass man sich eigentlich nur trauen muss, auf dem Fuß zu stehen. Vielleicht hielt heute aber der Sloper einfach besser als sonst.

Sündenfall. Schon tausende Male versucht und tausende Male immer am gleichen Zug gescheitert. Als Einzelzug (ein weiter, dynamischer Zug) kaum ein Problem, nur von unten wollte es noch nie klappen. Eigentlich hatte ich auch gar keine große Lust meinen letzten Tag mit einem sinnlos erscheinenden Projekt abzuschließen, aber irgendwie konnte ich doch nicht nein sagen. Also wieder probiert, wieder gefallen, ausgebouldert, neu probiert und schwups war ich oben. Ich konnte es kaum glauben :)

Ein wunderbarer Abschluss für diese eine Woche in vielen verschieden Gebieten, viele neue Gebiete habe ich kennengelernt, viele Boulder geklettert und noch viel mehr Boulder probiert :)
Einfach eine Woche Bouldern, Bouldern, Bouldern!



Meine Tickliste:
Senza Denti (Chironico) 7c
Doctor Med Dent (Chironico) 7b+
Sündenfall (Magic Wood) 7b
La Boum de Luxe (Magic Wood) 7b
Unknown (Brione) 7b
Verbotene Frucht (Magic Wood) 7a+
Unknown (Brione) 7a+
Karma Police (Chironico) 7a+
Vaffa un mental (Gotthard) 7a+
Korsakow (Gotthard) 7a+
Palpa Tina (Chironico) 7a+
Hopper (Chironico) 7a
Triade (Chironico) 7a
Globetrotter (Chironico) 7a
Urtigrutten (Chironico) 7a
Propellahead rechts (Sustenpass) 7a
Pappa Razzi (Chironico) 7a
Unknown (Brione) 7a
Unknown (Brione) 7a
Unknown (Brione, Kante rechts neben Molonk) 7a